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Kinder

Usability für Kinder

Webseiten für Kinder

Usability Tests mit Kindern unterscheiden sich von jenen mit Erwachsenen.
Kinder haben eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne und wollen auf Websites unterhalten werden oder etwas lernen. Sie werden besonders von interaktiven Elementen angezogen, wobei Möglichkeiten, kreativ zu werden, besonders attraktiv sind. Kinder können Werbebanner nicht als solche identifizieren und sehen sie als zusätzliche Information an. Deshalb werden Werbungen oftmals angewählt.
Animationen wirken auf Kinder positiver, als auf Erwachsene.
Abstrakte Begriffe werden von Kindern unter ca. 8 Jahren kaum verstanden und lange Ladezeiten werden nicht abgewartet. Deshalb ist es wichtig, dass Seiten schnell geladen werden. Anleitungen oder Erklärungen werden nicht gelesen. Überblicken Kinder nicht sofort, was auf einer Website gemacht werden kann, so verlassen sie diese wieder.
Sie wollen Websites, die speziell auf ihre Altersgruppe zugeschnitten ist. Das Sprachniveau der Website muss jenem der Kinder entsprechen, sonst sind die Websites zu kompliziert oder zu langweilig und daher uninteressant.
Usability Tests mit Kindern

Einige Punkte, die bei einem Usability Tests mit Kindern beachtet werden müssen:

  • Beachten, dass das Kind Vertrauen gewinnen muss. Um dies zu erreichen, sollte man ihnen vor Testbeginn die Laborräumlichkeiten zeigen. Auch spezielle Aufnahme- und Beobachtungseinrichtungen wie Einwegspiegel und Kameras sollten gezeigt werden.
  • Dem Kind muss erklärt werden, dass nicht seine Fähigkeiten getestet werden, sondern seine Meinung über die Website oder das interaktive System von Bedeutung ist. Manche Kinder brauchen auch öfters eine Bestätigung und eine Beteuerung, dass ihr Beitrag wichtig ist.
  • Positives Feedback und Ermunterungen sind während der gesamten Testung unerlässlich.
  • Das Labor sollte kinderfreundlich gestaltet sein. Einige Poster und farbliche Kissen lockern die Atmosphäre auf.
  • Das Kind soll sich an das Equipment gewöhnen können. Dazu eignet sich eine Eingangsphase mit Computerspielen oder explorativen Tätigkeiten.
  • Das Equipment muss an die Größe und Gewohnheiten der Kinder angepasst werden. Hierbei sollte darauf geachtet werden, jene Eingabegeräte zu verwenden, die die Kinder gewohnt sind. Mikrofone sollten möglichst nah positioniert sind, sodass auch leisere Äußerungen aufgenommen werden können.
  • Einige Kinder sind es nicht gewohnt, laut zu denken, oder können dies einfach noch nicht. In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass Testleiter auf nonverbale Signale achten und diese deuten können.
  • Bei jüngeren Kindern ist zu beachten, dass sie oftmals ihre Eltern in der Testsituation dabei haben müssen. Diese sollten dazu angehalten werden, ihre Kinder nicht zu irritieren und ihnen nicht helfen.
  • Die Tests sollten nicht länger als eine Stunde dauern, da Kinder schnell ermüden und sich langweilen.
  • Kurze Pausen einplanen, wenn die Kinder müde werden.
  • Abwechslungsreiche Aufgaben, bei denen die Aufmerksamkeit erhalten bleibt.
  • Bei einer ganzen Reihe von Aufgaben sollte die Reihenfolge der Aufgaben gewechselt werden, sodass nicht immer dieselben Aufgaben am Ende bearbeitet werden müssen. Dies kann zu Verfälschungen führen, wenn die Kinder zu müde oder gelangweilt sind, um die Aufgaben zu bearbeiten.
  • Für Usability Tests ist es ratsam, nicht Kinder auszuwählen, die schon sehr viel Erfahrung mit Computern und Internet haben – außer sie stellen die Zielgruppe dar.


Weiterführende Literatur:

 
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